E-Commerce-Systeme im Vergleich: SaaS vs. CMS vs. Open Source (März 2026)

Du willst einen Onlineshop starten, weißt aber nicht welches Shopsystem du wählen sollst?

Hier zeige ich dir die Vor- und Nachteile der gängigsten Shopsysteme für den einfachen Einstieg in die E-Commerce Welt.

Hier unterscheide ich zwischen SaaS (Software as Service), CMS-System und Open Source Anwendungen.

Bevor du ein Shopsystem auswählst solltest du dir folgende Fragen stellen:

Wie hoch ist mein monatliches Budget?

Alle Shopsysteme sind mit monatlichen Gebühren verbunden, die nach verschiedenen Paketen von 15 € bis zu mehreren hundert Euro variieren können.

Was möchte ich jetzt verkaufen, und was möchte ich in Zukunft verkaufen?

Auch wenn du jetzt erst startest, solltest du die Zukunft in Blick haben und den richtigen Grundstein für deinen Onlineshop setzen. So vermeidest du einen Re-Launch und unnötige Arbeit.

Bin ich Zwischenhändler oder verkaufe ich D2C?

Das ist eine wichtige Frage in Hinblick auf die Gebühren, die bei manchen Shopsystemen anfallen. Ist die Marge auf deinen Produkten nicht hoch genug, können die anfallenden Gebühren deinen Gewinn auffressen.

SaaS (Software as a Service)

Beim SaaS handelt es sich um Abo-Modell, bei dem Hosting und die technische Pflege beim Anbieter liegt. Um die Installation oder Sicherheitsupdates brauchst du dich nicht kümmern. Ein All-in-One-Paket.

Vorteile:

    • Einfache Einrichtung - Innerhalb eines Tages möglich
    • Keine manuellen Updates notwendig
    • Einfache Anbindung von Zahlungsdienstleistern (PayPal, Klarna, etc.)
    • Auswahl an zahlreichen Templates
    • Baukasten-System
    • Viele Apps/Plugins verfügbar
    • Mobil-optimierte Website ab Start

Nachteile:

    • hohe Grundgebühr
    • Zusätzliche Transaktionsgebühren zu den bereits bestehenden Gebühren der Zahlungsdienstleister
    • Personalisierung ist eingeschränkt auf das gewählte Template
    • Abhängigkeit vom Anbieter
    • E-Mail Hosting muss separat gebucht werden
    • Zusätzliche Kosten für Apps
    • Domain-Kosten kommen hinzu

 

Shopify - der Alleskönner

Shopify hat sich über die letzten Jahren zu einer der beliebtesten Shopsystems entwickelt. Das hat vor allem mit der einfachen und schnellen Einrichtung zu tun. Innerhalb weniger Tage kannst du mit etwas Affinität zum E-Commerce deinen Onlineshop aufbauen. Mit den zahlreichen Templates und Apps kannst du so gut wie alles sofort und unkompliziert verkaufen.
Genau diese Einfachheit kostet sein Preis.
Bei Shopify startest du ab 33 € monatlich mit dem Basis-Paket. Zusätzlich kommen noch die jährlichen Kosten für die Domain hinzu. Und wenn du Shopify Payments nutzt, zahlst du Gebühren pro getätigter Transaktion. Diese starten beim Basis-Paket von 1,4 % + 0,25 € bis 3,2 % + 0,30 €, je nach Zahlungsart.

Trotzdem ist Shopify eine gute Wahl für kleine und mittelgroße Onlineshops. Vor Allem bei D2C oder wenn ihr eine hohe Marge auf eure Produkte habt ist Shopify oder ein anderer SaaS-Anbieter eine gute Wahl.

 

Squarespace - E-Commerce für Kreative

„This Video is sponsored by Squarespace“, diesen Satz werden viele schon mal bei englischsprachigen YouTube-Creatorn gehört haben. Besonders unter Kreativen gilt Squarespace als perfekter Anbieter. Anders als bei Shopify hat man hier bei der Gestaltung der Website etwas mehr Freiraum. Bei Squarespace hast du ein Grid-System, womit du verschiedene Elemente auf der Webseite verschieben kannst. Mit Squarespace hast du auch innerhalb weniger Tage einen Onlineshop aufgebaut. Allerdings muss ich hier betonen, dass Squarespace auf maximal 10.000 Produkte limitiert ist. Für Zwischenhändler ist Squarespace also nicht die optimale Wahl.

Wenn du aber einen kleinen Onlineshop benötigst für physische Produkte, digitale Produkte, Services oder Events benötigst, ist Squarespace eine gute Wahl.

Weitere SaaS:

    • Wix eCommerce
    • BigCommerce
    • IONOS Onlineshop

 

Open Source Shopsysteme

Die folgenden Systeme sind kostenlos verfügbar. Es sind Shopsysteme mit offenen Quellcode, müssen aber eigenständig auf Servern installiert werden.

Vorteile:

    • Kostenlose Software
- maximale Freiheit für technische und gestalterische Anpassungen
    • nicht (völlig) an Anbietern gebunden
    • Keine Umsatzbeteiligung, wie bei SaaS-Anbietern
    • Geeignet für Onlineshops mit vielen Artikeln
    • Geringe Hostingkosten (am Anfang)

Nachteile:

    • hoher Wartungsaufwand
    • Kosten für Anpassungen können anfallen
    • IT-Kenntnisse erforderlich
    • Hostingkosten können steigen, wenn mehr Besucher auf deine Website zugreifen

 

Shopware - E-Commerce made in Germany

Shopware gehört in Deutschland zu den beliebtesten Shopsystemen und hat sich seit Jahren als zuverlässige Plattform bewährt. Als deutsches Unternehmen ist die Community zwar nicht ganz so groß wie bei internationalen Anbietern, dafür ist das System von Grund auf DSGVO-optimiert – ein klarer Vorteil für den europäischen Markt.
Shopware bietet mittlerweile zwei Wege in die Plattform: Wer die volle Kontrolle möchte, greift zur Open-Source-Variante und installiert das System auf einem eigenen Server – technisches Wissen oder eine erfahrene Agentur sind dabei Voraussetzung. Für einen einfacheren Einstieg gibt es inzwischen aber auch eine Cloud-Lösung (SaaS), bei der Hosting und Updates automatisch übernommen werden – ähnlich wie bei Shopify.
Shopware eignet sich damit sowohl für Einsteiger, die schnell starten möchten, als auch für Unternehmen, die mehr Anpassungsfreiheit brauchen als klassische SaaS-Lösungen bieten.

 

Magento - Der E-Commerce Riese

Magento gehört schon seit Jahren zu den bekanntesten Shopsystemen. Besonders für mittlere und große Onlineshops eignet sich das System. Es benötigt als Open Source System viel Wartungsaufwand, hat aber dafür eine maximale Flexibilität für Anpassungen.
Im Vergleich zu neueren SaaS-Lösungen verliert Magento bei KMU zunehmend an Marktanteilen – im Enterprise-Segment ist es jedoch nach wie vor eine feste Größe. Wer ein mächtiges Shopsystem für mehr als 50.000 Produkte sucht, sollte sich Magento genauer anschauen.
Mit der Übernahme durch Adobe im Jahr 2018 entstand zudem Adobe Commerce – die kommerzielle Enterprise-Lösung auf Basis von Magento. Diese richtet sich jedoch an eine völlig andere Zielgruppe als klassische SaaS-Anbieter wie Shopify oder Wix. Die Lizenzkosten bewegen sich oft im fünfstelligen Bereich pro Jahr und sind damit eher für größere Unternehmen mit entsprechenden Budgets relevant. Adobe Commerce sollte daher nicht mit den günstigen SaaS-Einstiegslösungen verglichen werden.

 

CMS-Systeme

Content Management Systeme wurden vorrangig als Blog entwickelt. Das bekannteste Beispiel ist WordPress. Durch Module und Plugins ist die Anbindung eines Onlineshops aber möglich. Eines der großen Vorteile sind die geringen Kosten für den Start.

Vorteile:

    • kostenlose Software
    • geringe Kosten, da nur Hoster gezahlt wird
    • Viele Themes für das Design vorhanden
    • Viele Tutorials und Videos vorhanden
    • Flexible Gestaltung möglich

Nachteile:

    • aufwendigere Installation auf einem Server
    • gute Themes sind kostenpflichtig
    • Backend ist nicht intuitiv, wie bei SaaS-Anbietern
    • Viele händische Optimierungen notwendig
    • Wartungsaufwand

 

WordPress + WooCommerce - der Klassiker

WordPress und WooCommerce sind zusammen der absolute Spar-Tipp. Wenn du ein Domain mit Hosting kaufst, kannst du in den meisten fällen innerhalb von ein paar Klicks bei deinem Hoster WordPress installieren. Der Vorgang ist schnell und simple. Mit dem Plugin WooCommerce hast du auch direkt ein E-Commerce Modul, was du auf deiner WordPress-Website einbinden kannst. Der Knackpunkt bei WordPress ist aber die steile Lernkurve. Dadurch, dass WordPress zum Bloggen entwickelt wurde, sind die Bedienelemente nicht so intuitiv, wie z.B. bei einem SaaS-System. Zusätzlich sind kostenpflichtige Themes, wie z.B. Divi, notwendig für gestalterische Freiheit. Diese Themes werden meist einmalig bezahlt und können dann unbegrenzt genutzt werden. Unterm Strich ist es daher trotzdem noch günstiger als ein SaaS-System.

WordPress mit WooCommerce ist auch eher für kleine Onlineshops ausgelegt, da die Handhabung bei steigender Produktanzahl zu umständlich wird.

Kriterium SaaS (z. B. Shopify) CMS + Plugin (z. B. WooCommerce) Open Source (z. B. Shopware)
Hosting Inklusive (Cloud) Notwendig Notwendig
Wartung & Updates Automatisch durch Anbieter Manuell (Nutzerverantwortung) Manuell (Nutzerverantwortung)
Design-Freiheit Hoch (innerhalb Templates) Sehr Hoch (viele Themes) Maximal (quelloffen)
Technisches Wissen (für den Start) Kaum nötig Basiswissen hilfreich Fortgeschritten / Profi
Kostenstruktur Monatliche Fixgebühren Hosting + Ggf. Plugins Hosting + Hohe Dev-Kosten
Sicherheit Sehr hoch  Nutzerverantwortung Nutzerverantwortung
Schnelligkeit Start Extrem schnell  Schnell  Mittel bis Langsam

Du brauchst Hilfe bei der Wahl des richtigen Shopsystems?

Ich hoffe, dieser Guide hat dir einen guten Überblick verschafft – aber ich weiß, dass jedes Projekt individuell ist und sich Fragen nicht immer mit einem Blogartikel beantworten lassen.
Wenn du unsicher bist, welches System zu dir und deinem Business passt, meld dich einfach bei mir! Gemeinsam schauen wir, was für dich die beste Lösung ist.
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